.....Miss Marpel war das klügste Schaf von ganz Glennkill.

Manche behaupteten sogar,

sie sei das klügste Schaf der Welt.

Doch niemand konnte das nachweisen. ....

 

                                            aus „Glennkill“ von Leonie Swann     

                                              

Das Schaf ist eines der am weitesten verbreiteten Haustiere. Man findet es in allen Landstrichen auf der Erde. Domestiziert wurde es vor ca. 11.000 Jahren aus dem Mufflon in der Gegend des heutigen Iraks.

Schafe sind Herdentiere und haben ein starkes Zusammenhörigkeitsgefühl.

Bei den Wildschafen leben die Weibchen in Gruppen mit den nicht geschlechtsreifen Jungtieren. Die jungen Böcke schließen sich in eigenen Gruppen zusammen und die erwachsenen Männchen ziehen als Einzelgänger umher und stoßen nur zur Paarungszeit zur Herde.

Schafe gehören zu den Wiederkäuern und können ungefähr 20 Jahre alt werden.

 

Wir haben seit August 2008 unsere eigene kleine Schafherde. Wir starteten mit zunächst 5 jungen Schafdamen und inzwischen sind es 27 Schafe, darunter 2 Böcke, Hans und Hänschen.

 

Wir haben uns für eine Rasse entschieden, die es noch nicht so lange als registrierte oder besser ausgedrückt, als im Herdenbuch betreute Rasse existiert. 

Es sind die Zwartbles-Schafe, auf norwegisch “blæset sau“, genannt.

Ihre Abstammung ist nicht ganz geklärt.
Fest steht nur, dass im vorigen Jahrhundert schon Schafe mit einer Schwarzblässzeichnung bekannt waren und seit 1979 in Holland herdbuchmäßig betreut werden.
Die Norweger vertreten die Auffassung dass diese Rasse hier in Norwegen  auf eine eigene Kreuzung in Rogaland um 1920 basiert.

Das  Zwartbles-Schaf zeichnet sich durch ein schwarzbraunes Fell, auch Flies genannt und die typische weiße Blesse aus.
Es handelt sich um ein gut entwickeltes und voll bemuskeltes, großrahmiges und hochbeiniges Schaf mit aufrechter Haltung.

 

Der Kopf ist ohne Hörner und ohne Wolle und die Blesse leicht gestreckt und meist durchlaufend.

Die Beine sind gut gestellt und nicht zu fein.

Der Rumpf ist gut gewölbt und bemuskelt mit gutem Einbau von Vorder- und Hinterhand.

Der Schwanz reicht mindestens bis zur Ferse und ist bewollt.

Das Fell (die Wolle) ist gut geschlossen mit Unterschieden in der Feinheit und Struktur. Weiß darf eigentlich nur der Latz sein.  

 

 

Mausi und Maxi

Im Sommer von  Mitte Mai bis  Mitte Oktober ist die ganze Herde auf unserer Wiese. Ab Oktober wird es ungemütlich draußen und die Wiesen bieten kein Futter mehr. So kommen alle in unseren modernen, hellen und sauberen Schafstall.

 

 

Unsere beiden Böcke stehen in je einer Einzelbox. Die Schafsdamen sind  zu je 6 Schafen in einer Box untergebracht. So haben alle genügend Platz und es gibt keine Streitereien bei der Fütterung. Die Schafe bekommen 2x täglich Kraftfutter und dazu Heu bzw. Gras welches in Rundballen gelagert ist. Wir füttern morgens bevor wir zur Arbeit fahren so gegen 05:§0 Uhr. Abends zwischen 17:00 und 18.00 Uhr gibt es Abendbrot. Natürlich bekommen unsere Schäfchen, wenn wir am Tage zu Hause sind und das ist meist am Wochenende, oft noch eine Extraration Heu, so um die Mittagszeit. Es ist wie bei den Menschen, ... am Wochenende lassen wir es uns richtig gut gehen.

 

Übrigens, alle unsere Schafe haben einen Namen und da jedes Schaf seine eigene Zeichnung (Blesse) hat, können wir sie gut auseinander halten.

 

Unsere Schafe prägen natürlich unsere Leben auf Espetveit. Unsere "täglich Brot" mit ihnen und die damit verbundenen Erlebnisse findet ihr jeweils in der Rubrik Aktuelles im Tagebuch. 

Wollt ihr ausschließlich unsere Leben mit unseren Schafen verfolgen so findet ihr eine Zusammenfassung der aktuellen Ereignisse hier.


Das wichtigsten Ereignis in unserer Schafherde, das Ablammen, ist auf der Seite Lammzeit beschrieben. Alles was im Zusammenhang mit dieser Zeit steht, angefangen vom Einstellen der Schafe bis zum Gang auf die Sommerweide , findet ihr ebenfalls auf dieser Seite beschrieben.